Kniegelenk
Grundlegende Anatomie
Das Knie ist das größte und am stärksten belastete Gelenk des menschlichen Körpers. Es verbindet den Oberschenkelknochen (Femur), das Schienbein (Tibia) und die Kniescheibe (Patella). Zwei halbmondförmige Faserknorpel – der Innen- und Außenmeniskus – wirken als natürliche Stoßdämpfer und verteilen die Last auf den Gelenkflächen. Gesichert wird das Knie durch ein ausgeklügeltes Bändersystem aus vorderem und hinterem Kreuzband sowie den Seitenbändern.
Bewegungsfunktion im Alltag
Das Knie erlaubt primär Beugung und Streckung. Bei gebeugtem Knie ist zusätzlich eine leichte Innen- und Außenrotation des Unterschenkels möglich. Es ermöglicht Gehen, Rennen, Treppensteigen und das Aufstehen aus der Hocke.
Typische Alltagsbelastungen
Besonders hohe Druckspitzen entstehen beim Treppenabsteigen (bis zum 3,5-fachen des Körpergewichts), beim abrupten Abstoppen, bei tiefen Hocken oder bei Fehlstellungen wie X- oder O-Beinen.
Beteiligte Muskulatur & Führung
Der vierköpfige Oberschenkelstrecker (Musculus quadriceps femoris) führt und stabilisiert die Kniescheibe. Auf der Rückseite sorgen die ischiokruralen Muskeln (Hamstrings) für die Beugung und schützen die Bänder.
Geeignete, gelenkschonende Bewegungsformen
Gelenkschonende Sportarten wie Radfahren mit moderater Übersetzung, Kraul- und Rückenschwimmen, zügiges Gehen auf weichem Waldboden und Wassergymnastik.